Letzte Änderung: 2001-07-17 10:22
Irgendwann einmal beschäftigt man sich unter Garantie mit dem Thema Diabetes im Laufe seiner Schwangerschaft. Und wenn man das Wort hört, so geht es mir auf jeden Fall, dann bekommt man mindestens eine Gänsehaut, wenn nicht noch mehr.
Erst einmal vorweg:
Nur ein nicht erkannter Diabetes ist ein böser Diabetes!
Meine Ärztin hat mich bereits recht früh in der Schwangerschaft darauf aufmerksam gemacht, dass sie einen Test durch führen wird.
Ich tippe hier einfach mal den Flyer ab, den ich von meiner Ärztin bekommen habe.
Zwischen der 24. und 28. SSW wird in unserer Praxis bei jeder Schwangeren, die dies wünscht, ein Suchtest zur rechtzeitigen Erkennung eines Schwangerschaftsdiabetes durchgeführt.
Man spricht vom
Schwangerschaftsdiabetes, wenn während der Schwangerschaft
erstmals eine Zuckerstoffwechselstörung (Diabetes mellitus)
auftritt, die mit der Geburt wieder verschwindet.
Man spürt die erhöhten Blutzuckerwerte dabei nicht; nur
durch Blutzuckermessungen kann der Schwangerschaftsdiabetes
rechtzeitig erkannt werden.
Hier wollen wir Ihnen erklären, wie diese
Blutzuckermessungen durchgeführt werden, und was sich
hinter dem Begriff "Schwangerschaftsdiabetes"
verbirgt.
Ein erhöhter Blutzucker bei der Mutter kann zu einem
verstärkten Wachstum des Kindes führen, ohne daß die
Organe des Kindes entsprechend reifen. Die Folge sind
erhebliche gesundheitliche Probleme bei der Entbindung und
Entwicklungsstörungen des Kindes nach der Geburt.
Oft ist eine normale Entbindung nicht möglich, ein
Kaiserschnitt wird notwendig.
Da ein nicht erkannter Schwangerschaftsdiabetes aber mit so
negativen Konsequenzen für die Entwicklung, Geburt und
insbesondere für das spätere Leben Ihres Kindes verbunden
ist, andererseits aber bei rechtzeitiger Erkennung und
Behandlung alle geschilderten Risiken vermeidbar sind,
führen wir in unserer Praxis generell bei Frauen in der 24.
bis 28. SSW eine Suchtest auf Schwangerschaftsdiabetes
durch. Dazu wird Ihr Blutzucker eine Stunde nach dem Trinken
eines traubenzuckerhaltigen Getränkes in einem Blutstropfen
aus der Fingerbeere bestimmt. Sie brauchen dazu nicht
nüchtern zu sein, die Tageszeit spielt keine Rolle.
Während dieser Stunde sollten sie sich körperlich nicht
betätigen. Planen Sie daher bitte für diesen Termin keine
Spaziergänge oder Einkäufe ein.
Ihr Blutzucker sollte bei diesem Test unter 140 mg% bleiben. Liegt der Blutzuckerwert nach einer Stunde bei 140 oder darüber, muss ein Blutzuckerbelastungstest bei Diabetesspezialisten durch geführt werden.
Jede Frau kann einen Schwangerschaftsdiabetes bekommen.
Bei folgenden Frauen kommt es besonders häufig zur Schwangerschaftsdiabetes:
| Frauen mit Verwandten, die Diabetes mellitus erkrankt sind | |
| Frauen, bei denen bereits vor der Schwangerschaft eine Zuckerstörung festgestellt wurde | |
| Übergewichtige Frauen | |
| Frauen, die während der Schwangerschaft über das normale Maß an Gewicht zu genommen haben | |
| Frauen über 25 | |
| Frauen mit Bluthochdruck | |
| Frauen mit einer Fettstoffwechselstörung | |
| Frauen die in den voran gegangenen Schwangerschaften Kinder über 4000 Gramm geboren oder die eine Fehl- oder Todgeburt hatten |
Eine vermehrte Fruchtwassermenge oder eine Zuckerausscheidung im Urin während der Schwangerschaft können auch einen Hinweis auf das Vorliegen eines Schwangerschaftsdiabetes sein.
Wird beim Diabetes-Spezialisten durch einen speziellen Traubenzucker-Belastungstest (nüchtern, über 2 Stunden) der Schwangerschaftsdiabetes endgültig bestätigt, erfolgt zunächst eine Behandlung durch Ernährungsumstellung. Außerdem erhalten Sie ein Blutzuckermessgerät zur Selbstkontrolle. Ziel ist es, trotz eines Schwangerschaftsdiabetes Blutzuckerwerte zu erreichen, die wie bei einer gesunden Schwangeren nüchtern unter 90 und eine Stunde nach dem Essen unter 120 mg% liegen.
Nur in seltenen Fällen reicht eine Ernährungsumstellung mit zuckerfreier Vollkost nicht aus, um die Blutzuckerwerte zwischen diesen Werten zu halten.
Nur dann ist eine medikamentöse Behandlung mit Insulin-Spritzen zu den Mahlzeiten bis zum Ende der Schwangerschaft erforderlich.
Da die Zuckerstörung beim Schwangerschaftsdiabetes durch Hormone der Plazenta (Mutterkuchen) ausgelöst wird verschwindet der Schwangerschaftsdiabetes mit der Nachgeburt.
Frauen, die während der Schwangerschaft eine Zuckerstörung hatten, neigen jedoch später in der zweiten Lebenshälfte dazu, einen sogenannten Typ 2 Diabetes zu entwickeln. Daher sollte 6 - 8 Wochen nach der Entbindung und anschließend jährlich erneut ein Traubenzucker-Belastungstest zur Früherkennung durchgeführt werden (Beim Hausarzt oder beim Diabetes-Spezialisten).
Herner Diabetes Schulungszentrum
e.V.
Dr. med. Manfred Plum, Hauptstraße 151
Ich habe mich etwas länger mit Marc Lüthi unterhalten, da ich ein paar Informationen zur Ernährung unter Diabetes haben wollte. Zusammenfassend kann man wohl sagen:
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Der
Körper soll sich Zucker und Kohlenhydrate
erarbeiten. | |
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Früchte sind nie schlecht, da sich der Körper daraus den Fruchtzucker aus den Pflanzenfasern erarbeiten muss | |
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Gemüse ist Diabetes mäßig sozusagen "gratis", solange es keine Stärke enthält, wie Kartoffeln und so. Eine Ausnahme bei den Gemüsen sind zum Beispiel Bohnen, die fallen auch etwas ins Gewicht, da diese halt auch Stärke enthalten. | |
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Es ist nicht ungesund, als
hoffentlich Nicht-Diabetiker Kohlehydrate zu sich zu nehmen!
Im Gegenteil, es ist lebenswichtig es zu tun! Man
kann also Kartoffeln essen, es kommt halt nur auf
die Menge an. | |
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Anstelle von Weißbrot nimmt man z.B. Vollkornbrot | |
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Es
gilt also: | |
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Was
sollte man bei Fleisch und Wurst beachten? | |
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Wie ist das mit Milch,
Joghurt, Käse und sonstigen Milchprodukten? | |
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Und
wie sieht das mit sonstigen Fetten aus? | |
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Wichtig ist nachfragen, sich informieren., und nix überhetzen, wenn was Not tut, muss es halt getan werden |
Einen Satz von
Marc möchte ich hier einfach mal so stehen lassen, wie er
ihn schrieb:
[16:39] <YJ> 'n Diabetiker kann sich irre toll ernähren.
[16:39] <YJ> Man kann sogar alles futtern, solange man
nur weiß, wie viel und was für Zucker in dem Zeug grad drin ist, was
man da zu sich nimmt.
© Christa Keil-Jahns, 2000 - 2001, Herne