Letzte Änderung: 2001-02-27 19:22
Das Karpaltunnel Syndrom ist durch einen von der Daumenseite der Hand bis zum Handgelenk ausstrahlenden Schmerz gekennzeichnet wird.
Fast jede vierte Schwangere Frau kennt dieses Problem, daß nach dem Aufstehen ein Kribbeln oder sogar Schmerzen in der Hand hat.
Es handelt sich um einen Nervenschaden, der entweder als Folge von Unfällen und Verletzungen im Handwurzelbereich auftreten kann und während der Schwangerschaft aber durch externe Druckausübung auf den Mittelarm-Nerv (Nervius medianus) entsteht. Der Mittelarm-Nerv befindet sich an der Daumenseite der Hand, und dieser wird im Karpaltunnel, einer Engstelle im Bereich des Handwurzelknochens, durch die ihn umgebenden Bänder komprimiert. Durch diesen Druck entsteht das störende kribbelnde Gefühl bzw. die Schmerzen in der Hand, verbunden mit Empfindungsstörungen.
Ursache für den Druck ist eine Feuchtigkeitsansammlung (Ödem). Solche Feuchtigkeitsansammlungen, die sich bei vielen Schwangeren vor allem in der Form von geschwollenen Fingern und Fesseln manifestieren, treten in fast allen Schwangerschaften auf.
In heftigen Fällen können Schwangere in der Nacht eine leicht gebogene und dem Handgelenk angepasste Schiene tragen, spätestens zwei Monate nach der Entbindung sind die Beschwerden wieder verschwunden. Eine einfachere Therapie ist das Einreiben der schmerzenden Stellen z.B. mit Teebaum-Öl.
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© Christa Keil, 2000-2001, Herne